Ansprache neuer Zielgruppen und eine klare Positionierung – Digital Signage beim Bäckerhaus Veit

Von Redaktion  •  10 Dez 2018 um 16:50  •  Projekte

Das Bäckerhaus Veit setzt seit 2018 auf digitale Kommunikationslösungen am Point-of-Sale. Für das regionale Familienunternehmen mit Sitz in Bempflingen stellen Handwerk und Digitalisierung keine Widersprüche dar, vielmehr bieten digitale Systeme Möglichkeiten, die Kommunikation inhaltlich breiter aufzustellen und neue Zielgruppen, insbesondere jüngere, digital affine Kunden, anzusprechen.

Aber auch die übrigen Kundengruppen werden mit Hilfe der neuen Digital Signage Lösungen einfacher und umfassender über die vielfältigen Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale der Handwerksbäckerei – mit Backtradition seit 1927 – informiert. Zentrale Botschaften zu Anbauprojekten, Regionalität, Rettung alter Getreidesorten etc. werden seit diesem Sommer digital und vor allem emotional in Text, Bild und Bewegtbild präsentiert. Das überzeugt nicht nur die Kunden, auch die Mitarbeiter sind begeistert.

 

Pilotphase am Standort Pfullingen

Gemeinsam mit dem langjährigen Agenturpartner Schöpfer und der Videro AG als Anbieter der technischen Plattform, entwickelte Veit 2018 ein Konzept zur digitalen Kundenansprache. Ausschlaggebend für den Zuschlag waren die guten Erfahrungen mit Schöpfer im Bereich Ladenbau und Design sowie das technische und vor allem bedienerfreundliche Anwendungskonzept der VIDERO® Plattform.

In einem Pilotprojekt wurden am neuen CaféHaus-Standort Pfullingen die analogen Präsentationstafeln an Brot- und Kaffeetheke sowie Plakate im Schaufenster durch Bildschirme ersetzt. Im Wechsel stellen diese das aktuelle Angebot, Preisinformationen und die Besonderheiten des Bäckerhauses sowie spezielle Serviceleistungen dar.

„Wir alle sind heutzutage sehr visuell orientiert. Und mit einem hohen Bild- und vor allem Bewegtbildanteil prägen sich Botschaften deutlich schneller und nachhaltiger ein“, beschreibt Susanne Erb-Weber, bei Veit für das Marketing zuständig, die grundlegenden Vorteile der digitalen Kommunikation.

 

Verkauf, Image und Positionierung

Susanne Erb-Weber

Als Marketingverantwortliche kennt Erb-Weber die aktuellen kommunikativen Herausforderungen nur zu gut. Neben direkt dem Verkauf dienenden Informationen, wie aktuelle Produkte, Angebote und Preise, muss – und will – die Bäckerei mehr Inhalte kommunizieren, die auf das Image und die eigene Positionierung einzahlen. Und gerade für letzteres bleibt nicht viel Raum mit Blick auf die kurze, zur Verfügung stehende Kontaktzeit mit dem Kunden. Ein ausgelegter Flyer reicht schon lange nicht mehr aus, um alle Kunden zu erreichen.

Die vielfältigen Leistungen und Nachhaltigkeitsthemen der Bäckerei können digital viel effektiver transportiert werden. So zum Beispiel Hinweise auf Felderführungen und Vorträge zu den Anbauprojekten und Urgetreidespezialitäten sowie Genuss-Events wie „Brot & Whisky“ und „Brot, Wein & Käse“ mit Einbindung regionaler Partner. „Jede Zielgruppe hat bestimmte Interessen. Kunden über 50 mit etwas höherem Einkommen legen häufiger Wert auf regionale Rohstoffe. Sie möchten beim Kauf wissen, wie unsere Produkte hergestellt werden. Da treffen wir natürlich voll ins Schwarze“, erläutert Susanne Erb-Weber die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen. „Food, sowohl als Gesundheits- als auch als Lifestylethema, hat andere Bereiche als globalen Trend abgelöst. Es gibt immer mehr ernährungsorientierte junge Kunden und Familien. Wir möchten für diese Themen sensibilisieren. Und das können wir – auch mit Hilfe der digitalen Kanäle.“

 

Das Konzept begeistert auch die Mitarbeiter

Die Kunden reagieren sehr positiv auf die neuen Kommunikationsangebote. Insbesondere das Schaufenster zieht das Interesse – auch der vorbeifahrenden Autofahrer – sichtbar auf sich. Und auch die Mitarbeiter zeigen sich begeistert. Viele im Unternehmen – ob Verkaufspersonal im CaféHaus, Bezirksleiter oder die Führungsebene – sehen die moderne Kundenansprache als Zeichen für die Zukunftsorientiertheit und Innovationskraft der Bäckerei.

Es gibt aber auch noch Optimierungsbedarf. Durch das stetige Wechseln der Inhalte kommt es vor, dass gewünschte Informationen wie die Preise für die Kaffeespezialitäten manchmal nicht zum passenden Zeitpunkt angezeigt werden, wenn der Kunde gerade an die digitalen Boards schaut. Aber auch da wissen Personal und Kunden sich zu helfen und greifen einfach zur gedruckten Speisekarte, die parallel ausliegt.

„Das sind typische Symptome der Umstellungsphase, die für uns auch eine Lernphase bedeuten. Aber die Vorteile überwiegen schon jetzt eindeutig. Wir zahlen mit den erweiterten Inhalten und dem Einsatz von Bewegtbild nachweislich auf unsere Marke ein. Und das war unser Ziel,“ zeigt sich Susanne Erb-Weber sehr zufrieden.

 

Aktualität, Flexibilität und Kontrolle – mit VIDERO® alles im Griff

Zentrale Vorteile der digitalen, cloudbasierten Kommunikationslösung sind Flexibilität und Schnelligkeit. Und so spielten auch zukünftige Kostenersparnisse eine Rolle bei der Einführung der Digital Signage Lösung.

„Ich kann aktuelle Informationen ganz schnell kommunizieren. Auch der Preiswechsel lässt sich in Zukunft ganz anders darstellen. Es müssen nur noch die Preise getauscht werden, nicht mehr das gesamte Board“, betont Erb-Weber.

Ganz persönlich zu schätzen weiß die Marketingexpertin zudem die integrierten umfassenden Monitoring Möglichkeiten der VIDERO® Plattform, die mit wenigen Klicks Gewissheit verschaffen, dass alle Systeme laufen und die aktuellen Beiträge auch die richtigen sind. Zudem können Inhalte für Wochen im Voraus geplant und eingestellt werden, was ebenso einfach bei Bedarf manuell wieder angepasst und kurzfristig bzw. kurzzeitig überschrieben werden kann.

„Wichtig war mir persönlich, von Anfang an nicht abhängig von Dritten zu sein. Veit betreibt verschiedene Standortkonzepte. Unsere CaféHäuser haben das größte Sortiment. Dann gibt es noch Cafés und Bäckereifachgeschäfte – alle mit unterschiedlichen Angeboten und teilweise auch Preisen. Die gesamte Kommunikation wird schnell sehr komplex“, beschreibt Erb-Weber die inhaltlichen Rahmenbedingungen. „Da gibt es übergreifend einheitliche, aber auch für einzelne Vertriebslinien spezifische Inhalte. Deshalb ist es kaum darstellbar, diese Arbeit nach außen – zum Beispiel an eine Werbeagentur – zu vergeben. Denn die Werbeagentur kennt das Geschäft nicht gut genug.“

Mit VIDERO® sieht sich Veit für die Zukunft gewappnet: „VIDERO® ist ein Mercedes. Zum aktuellen Zeitpunkt fahren wir erst einmal auf dem Niveau eines Smarts. Aber das ist in Ordnung. Wir kennen das Potential und werden unser Konzept permanent weiterentwickeln. Darin liegt ganz einfach der Schlüssel.“

Und es gibt noch einen weiteren Aspekt, auf den sich Susanne Erb-Weber auch in Zukunft verlässt: „Ich bin äußerst zufrieden mit dem Support. Egal auf welcher Ebene, den Kollegen von Videro gelingt es sehr gut, sich mit unseren Anforderungen auseinanderzusetzen. Das sind absolute Spezialisten, sie kennen ihr System und sie sind offen für Ideen.“

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